Tiramisu alle Fragole

Eine Sommer-Variante des klassischen Desserts: statt Kaffee kommen Erdbeeren ins Tiramisu.

Tiramisu alle Fragole

Zieh-mich-hoch-Geschichten

Man könnte fast meinen, das Tiramisu sei so deutsch wie der Döner. Aber Irrtum! Im deutschsprachigen Raum ist die Süßspeise erst relativ spät angekommen. Dafür hat sie sich in der Zwischenzeit eindeutig heimisch gemacht, davon zeugen allerhand Varianten. Die Verwendung von frischen Beeren ist allerdings typisch italienisch, wir hatten in Venedig letztens ein Tiramisu mit Brombeeren.

Die Übersetzung von tirami su ist zieh mich hoch. Es gibt etliche Anekdoten über die Entstehung des Namens, der allerdings ganz und gar für sich spricht. Und es gibt eine Reihe von Geschichten über die Erfindung dieses weit über die Grenzen der Apenninhalbinsel bekannten Desserts. Eine der Spuren führt nach Frankreich, wo eine ähnliche Schichtspeise mit getränkten Biskuits schon um 1800 kreiert worden sein soll.

Jedenfalls lässt sich die erste nachweisbare schriftliche Erwähnung in einer Speisekarte in Italien derzeit auf 1969 datieren. Was aber noch nicht viel bedeutet.

Mascarpone

Mascarpone ist ein neutraler Frischkäse mit etwa 80% Fett i.Tr. – also das genaue Gegenteil einer Fastenspeise. Damit ist einerseits nicht zu spaßen, andererseits ist es aber gerade dieser innere Wert, der den Süßspeisen, die Mascarpone enthalten, ihre unvergleichliche Fülle und Cremigkeit gibt. Da müssen wir Genussmenschen leider ab und zu durch…

Anmerkung: einen pflanzlichen Ersatz für Mascarpone möchte ich mir erst gar nicht vorstellen (müssen). Da ess‘ ich lieber die Erdbeeren pur.

Tiramiso alle Fragole

Das Tiramisu wird besser, wenn es länger gekühlt rasten darf, also eher schon morgens zubereiten oder überhaupt am Vorabend.
Vorbereitungszeit 30 Min.
Arbeitszeit 1 Std. 30 Min.
Gericht 9 - Dessert
Land & Region Italien
Portionen 12 Personen

Zutaten
  

  • 1 kg Erdbeeren es geht nur mit frischen!
  • 60 g Staubzucker
  • 1 Stk Zitrone Saft und Schale
  • 1 Schuss Weinbrand
  • 500 g Mascarpone
  • 200 g Joghurt kein fettarmes
  • 100 g Staubzucker
  • 200 g Schlagobers
  • 400 g Savoiardi oder hiesige Biskotten

Anleitungen
 

  • Von der Zitrone die Schale abraspeln und den Saft auspressen. Die Hälfte der Schalenraspeln kann man wegfrieren.
  • Die Erdbeeren zuputzen, die schönere Hälfte aufheben, die andere Hälfte gleich mit 60 g Staubzucker, Zitronensaft und etwas Weinbrand pürieren.
  • Mascarpone, Joghurt, Zitronenschale und 100 g Staubzucker zu einer Creme verrühren.
  • Das Schlagobers aufschlagen und vorsichtig in die Creme rühren.
  • Die restlichen Erdbeeren in Scheiben schneiden, wenn sie für eine größere Form gedacht sind. Im Glas sehen sie im Ganzen besser aus.
  • Savoiardi ins Erdbeermus tunken und immer eine Schicht in die Form oder die Gläser legen, darauf Creme verteilen und so weiter. Dazwischen frische Erdbeeren.
  • Kalt stellen - mindestens eine Stunde, besser überhaupt über Nacht.

Notizen

Als Varianten gehen natürlich genauso gut Himbeeren, Brombeeren oder Mango.
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