Street Food City in Baden

Seit 2016 eigentlich eh jedes Jahr am letzten Wochenende im Juli in Baden bei Wien: das Street Food City Festival Genuss findet Stadt. Der genussfaktor hat’s aber heuer zum ersten Mal geschafft, da auch hin zu kommen. Und das nur, weil grad auch das größte europäische Foto-Festival La Gacilly in der Stadt gastiert. Sonst ist Baden nämlich ein eher grauslich fader Ort, gediegene Bürgerlichkeit mit Face-Lifting, dazu Kaiserkult und Mondänität von vorgestern.

Und: wir haben das bisher heißeste Wochenende des heurigen Sommers erwischt. Auch nicht grade ein Umstand, der den Wechsel vom Land in die Stadt erfreulich macht. Nun denn, da sind wir nun mal. Die Trucks und Stände sind am Josefsplatz und am Hauptplatz aufgebaut.

Am Josefsplatz spenden ein paar Bäume den dringend benötigten Schatten

Der Überblick fällt ziemlich rasch eher ernüchternd aus: die unvermeidlichen Burger, Veggie-Zeug, und ein paar Stände von nicht eben innovativen Gastronomen, bunt gemischt von indisch bis undefinierbar.

Mama India mit dem typischen Repertoire – plus Bombay Chicken Wrap

Wir entscheiden uns für einen Versuch bei Jacobo grillt.

Der Chef ist Venezolaner und bietet echt südamerikanische Grillspezialitäten als Party-Service

Wir plaudern dann auch mit Jacobo. Er ist in die langen Fänge der Liebe geraten und deretwegen von Venezuela herüber gekommen. Sein Angebot: Grillen wie in Venezuela, große Stücke vom Rind, im Ganzen gegrillt, filetiert – und das buchbar als Party-Service. Und als zweite Schiene die berühmten Teigtaschen in den Varianten seiner Heimat.

Die Empanadas sehen einfach zu delikat aus

Kulinarischer Volltreffer: die Empanadas Pabellón! Das venezolanische Nationalgericht Pabellón Criollo besteht aus einer Art gut gewürztem Pulled Beef, schwarzen Bohnen und gebratenen Bananen. Anstatt auf dem Teller mit Reis kommt das Ganze gemeinsam mit etwas Käse in einen Teigmantel aus Maismehl. Unwiderstehlich!

Des weiteren lockt das Angebot der Dim Sums:

Chinesische Teigtaschen locken den genussfaktor immer an

Doch leider: die Ware schaut aus wie aus industrieller Fabrikation, schmeckt dann leider auch so. Zudem sind die Saucen fad. Aber hier tut der genussfaktor den Leuten vielleicht unrecht, er ist einfach besseres gewohnt (nur zum Beispiel).

Schöne regelmäßige Dim Sums, wie sie wohl nur eine Maschine stanzt

Fazit: den Weg hätt’ man sich sparen können, nachgerade bei der Hitz’, wäre da nicht Jacobo eingesprungen: saved my day! Danke vielmals! Mit dem Angebot an Street Food in Barcelona kann das alles nicht mithalten!

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